eCodicology

Algorithmen zum automatischen Tagging mittelalterlicher Handschriften

ecodicology

Projektleitung: Technische Universität Darmstadt – Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft (linglit)

Projektbeteiligte: Karlsruher Institut für Technologie (KIT) · Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Schatzkammer Trier

Förderer: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: -

Ansprechpartner (TCDH): Dr. Thomas Burch

Forschungsbereich(e): Softwaresysteme und Forschungsinfrastrukturen

Schlagworte: quantitative Analysen, Handschriften

Technologie:

Projektseite: eCodicology

Ziel des BMBF-geförderten Verbundprojekts „eCodicology“ war die Entwicklung, Erprobung und Optimierung neuer Algorithmen, die makro- und mikrostrukturelle Elemente von Manuskriptseiten automatisch erkennen und in die Metadaten der Bilder einbetten. Beispiele für solche Strukturelemente waren Daten wie Seitengröße, Schriftraum, Marginalien, Paratexte, Angaben zu Art und Position von graphischen Elementen, das Verhältnis von Bild und Text. Diese Angaben wurden statistisch und qualitativ ausgewertet und ermöglichen die Analyse von Fragen nach Schreibercorpora, Schreibschulen, Handschriftenbezügen, Provenienzen, Zusammenhängen dislozierter Manuskripte und Ähnlichem.

Das dreijährige Forschungsvorhaben nutzte hierfür die im Projekt Virtuelles Skriptorium St. Matthias erarbeiteten und bereits nach TEI-Standards beschriebenen Metadaten und Scans von ca. 500 mittelalterlichen Kodizes. Darauf aufbauend wurde ein Metadatenschema konzipiert, das die äußeren Beschreibungsmerkmale eines Kodex soweit als möglich automatisch erhebt und zugleich präzise für jede Seite einer Handschrift dokumentiert. Die neugewonnenen Metadaten wurden zeitgleich als XML-Tags in den zugehörigen Metadaten abgelegt und sind dadurch flexibel einsetzbar. Aufgrund der Integration sowohl informatischer als auch philologischer Ansätze sollte das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur methodologischen Weiterentwicklung der eHumanities leisten.

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Zugehörige Projekte: Virtuelles Skriptorium St. Matthias

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