ZHistLex

eHumanities-Zentrum für historische Lexikographie

ZHistLex

Projektleitung: Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Germanistik

Projektbeteiligte: Akademie der Wissenschaften zu Göttingen · Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz · Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Berlin · Goethe-Universität Frankfurt am Main - Institut für Informatik, LOEWE-Schwerpunkt „Digital Humanities“

Förderer: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: -

Ansprechpartner (TCDH): Dr. Thomas Burch

Forschungsbereich(e): Softwaresysteme und Forschungsinfrastrukturen, Digitale Edition und Lexikographie

Schlagworte:

Technologie:

Projektseite: ZHistLex

Wörterbücher – in traditioneller Form und zunehmend auch als digitale Systeme – sind zentrale Darstellungs- und Dokumentationsformen der historischen Wortgebrauchs- und der Wortschatzforschung und haben über die Sprachgeschichte hinaus eine weitreichende Ausstrahlung auch in die Sozial-, Kultur-, Technik- und Ideengeschichte. Ziel des Verbundprojektes ZHistLex war es, ein modernes, standortübergreifendes eHumanities-Zentrum für Historische Lexikographie aufzubauen. Das Zentrum für historische Lexikographie hat generische Methoden für die Integration, Präsentation und Nutzung von digitalen Wörterbuch- und Korpusdaten entwickelt und dokumentiert. Diese Methoden wurden beim Aufbau eines lexikographischen Forschungsportals eingesetzt, um neue Möglichkeiten der digitalen Er- und Beforschung historischer Lexikographie und deren Ergebnisse etwa im Bereich der Wort- und Wortschatzgeschichte zu demonstrieren und zukünftige Forschung anzuregen.

Im Vordergrund stand zunächst die Entwicklung und Pflege von Strukturen und Formaten, auf deren Grundlage unterschiedliche wort- und wortschatzgeschichtliche Einzelressourcen in zusammenhängender Weise genutzt werden können, d. h. vor allem die Verknüpfung digitaler Wörterbücher untereinander und, so vorhanden, mit zugrundeliegenden Quellen und Korpustexten und deren bibliographischer Beschreibung. Aufbauend auf etablierten Standards und unter Berücksichtigung von Dokumentationssystemen (z. B. Concept Registries) der laufenden Infrastrukturprojekte (CLARIN-D, DARIAH) wurden Webservices implementiert, die den gezielten maschinellen Zugriff auf verteilte, auch heterogene Ressourcen und ihre Teile erlauben. Die Möglichkeiten dieser Infrastruktur sollten an ausgewählten Datenbeständen der historischen Lexikographie (z. B. dem Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm und verschiedenen Wörterbüchern des Mittelhochdeutschen) und im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen demonstriert werden.

ZHistLex sollte somit zu einer Anlaufstelle werden, die die disziplinär gewachsenen Wissensbestände in einer zeitgemäßen und systematischen Form bündelt, um sie für aktuelle und zukünftige Forschung bereitzustellen. Dem Zentrum kam somit auch eine Integrationsfunktion zu, geeignet, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch der Forscherinnen und Forscher an Akademien, Universitäten und an Forschungsinstituten wie dem Institut für Deutsche Sprache zu intensivieren und zu verstetigen.

Weitere Informationen finden Sie im Abschlussbericht.


Zugehörige Projekte: Wörterbuchnetz, Der digitale Grimm, ELEXIS

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