Das Goethe-Wörterbuch im Internet

Tischbein Goethe in der Campana

Projektleitung: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften · Universität Trier - Trier Center for Digital Humanities (TCDH)

Projektbeteiligte: Dr. Undine Kramer · PD Dr. Michael Niedermeier · Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Berlin · Akademie der Wissenschaften zu Göttingen · Heidelberger Akademie der Wissenschaften · Verlag Kohlhammer

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: -

Ansprechpartner (TCDH): Dr. Thomas Burch; Dr. Claudia Bamberg

Forschungsbereich(e): Softwaresysteme und Forschungsinfrastrukturen, Digitale Edition und Lexikographie

Schlagworte: Retrodigitalisierung, TUSTEP, Akademieprojekt

Technologie:

Projektseite: Das Goethe-Wörterbuch im Internet

Das seit 1966 erscheinende Goethe-Wörterbuch (GWb) gehört zu den renommiertesten lexikographischen Unternehmungen des Deutschen. Basierend auf dem Gesamtwerk Goethes bietet es mit etwa 90.000 angesetzten Stichwörtern einen systematischen Einblick sowohl in den Personalwortschatz des Autors als auch in seine Sach-, Begriffs- und Vorstellungswelt und liefert so der Goethe-Philologie eine völlig neue Grundlage. Da Goethes Wortschatz aufgrund seines Umfangs und der sich darin widerspiegelnden vielfältigen Interessen als repräsentativ für die Sprache der Zeit zwischen 1760 und 1830 gelten muss, ist das Wörterbuch zugleich aber auch unerlässliches Forschungsinstrument für die deutsche Sprachgeschichte und die Sprachwissenschaft allgemein. Im Rahmen eines von der DFG geförderten Projektes wurden zwischen 2004 und 2009 die ersten vier Bände des GWb retrodigitalisiert und Open Access publiziert. Der fünfte Band (Inhalt–Medizinalaufwand) wurde im Frühjahr 2012 online publiziert.

Auf dem Weg zur elektronischen Version des GWb im Internet waren vom TCDH im Wesentlichen vier Arbeitsschritte durchzuführen:

  1. die retrospektive Digitalisierung der noch nicht in elektronischer Fassung vorliegenden Bände 1 bis 3,
  2. die Auszeichnung der logischen Struktur des Wörterbuchs und seiner Informationseinheiten,
  3. die Konvertierung der Satzdaten von Band 4,
  4. der Import der ausgezeichneten Wörterbuchdaten in eine Datenbank und die Entwicklung einer grafischen Benutzerschnittstelle für die Bereitstellung des GWb im Internet.

Bei allen Arbeitsschritten konnte unmittelbar auf Erfahrungen zurückgegriffen werden, die in vergleichbaren, ebenfalls am Trierer Kompetenzzentrum durchgeführten Projekten gesammelt wurden. Im Verbund mittelhochdeutscher Wörterbücher, im Digitalen Verbund von Dialektwörterbüchern, vor allem aber bei der elektronischen Publikation des Deutschen Wörterbuchs von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm auf CD-ROM und im Internet wurden Routinen entwickelt, die – mit Modifikationen – bei der Digitalisierung des GWb eingesetzt werden konnten.

Wörterbuch aufschlagen


Zugehörige Projekte: Wörterbuchnetz

Themen