Vortrag von Michael Müller (Berlin) und Michael Niedermeier (Berlin) im Rahmen des Forschungskolloquiums

Perspektiven für die Vernetzung des Goethe-Wörterbuchs mit lexikografischen, editorischen und archivalischen Ressourcen

Forschungskolloquium WS 2021_22

Datum:

02.12.2021

Ort:

digital per Zoomlink:

Thema: Forschungskolloquium TCDH

ab 18. Nov 2021 18 – 20 Uhr

https://uni-trier.zoom.us/j/82546688417?pwd=ZE9Ld3IzcXYxeitTRVN1THA2aldNZz09

Kategorie(n):

Veranstaltung
Der Vortrag von Michael Müller (Berlin) und Michael Niedermeyer diskutiert die Möglichkeiten der Vernetzung des Goethe-Wörterbuchs mit externen wissenschaftlichen Ressourcen und zeigt auch an einigen bereits umgesetzten Beispielen, wie man sich diese vorzustellen hat.

Auf dem Feld der Goethe-Forschung entwickelt sich das Angebot der digitalen Ressourcen aktuell dynamisch. Die Ergebnisse von Projekten und Einzeluntersuchungen werden zunehmend auch digital publiziert. Sammlungen und Archive, allen voran die der Klassik Stiftung Weimar, sind dabei, ihre Bestände in Datenbanken und Online-Präsentationen im Internet zugänglich zu machen; gerade ist die Beta-Version der Plattform Propyläen: Goethes Biographica freigeschaltet worden, ein Kooperationsprojekt der Klassik Stiftung Weimar/Goethe- und Schiller-Archiv, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Was noch fehlt, ist eine umfassende, die Möglichkeiten der Digitalität ausschöpfende Vernetzung all dieser einzelnen Ressourcen. Gerade das Goethe-Wörterbuch, das Teil des Trierer Wörterbuchnetzes ist, wäre in idealer Weise geeignet, eine zentrale Stelle bei einer Vernetzung der digitalen Ressourcen einzunehmen, gewissermaßen als Hub im digitalen Wissensnetzwerk zu Goethe und seiner Zeit. Denn das in über sieben Jahrzehnten erarbeitete Nachschlagewerk schöpft in seiner ganzen Breite aus dem Korpus von Goethes Schriften, ist also an abertausenden Stellen inhaltlich mit den editorischen Ressourcen verknüpft, und es bietet sich für digitale Publikationen von Forschungsergebnissen, Sammlungen und Archivbeständen als verbindliche Referenz in allen Fragen von Goethes Sprachgebrauch und Begriffsverwendung an. 

Der Vortrag diskutiert diese Möglichkeiten und zeigt auch an einigen bereits umgesetzten Beispielen, wie man sich diese Vernetzungen vorzustellen hat.

zu den Referenten:

PD Dr. Michael Niedermeier geb. in Gotha/Thür., Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin (Diplomlehrer); Promotion 1983 an der HU Berlin; Paul-Rilla-Preis 1983; Habilitation 2007 an der TU Berlin. Von 1983-2000 Wiss. Mitarbeiter an der HU Berlin. Forschungs- und Lehraufenthalte an den Universitäten Budapest, Wien, Klagenfurt, University of Wisconsin-Madison, Studies in Landscape Architecture, Dumbarton Oaks (Harvard), Washington, D.C., University of Massachusetts, Amherst.

Von  2000 bis 2020 Leiter der Arbeitsstelle „Goethe-Wörterbuch“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter; 2005-2016 kooptiertes Mitglied im Sonderforschungsbereich der DFG  644 „Transformationen der Antike“ an der HU Berlin; bis 2019 Privatdozent an der TU Berlin; seit 2020 Vorsitzender der Pückler Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung historischer Gärten; Vorstandsmitglied der Dessau-Wörlitz-Kommission im Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dr. Michael Müller hat in Heidelberg und Berlin Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere Geschichte studiert. Er beschäftigt sich mit Fragen der digitalen Wissensrepräsentation und der Online-Präsentation von Objekten der Kunst- und Kulturgeschichte. Für die Mosse Art Research Initiative (FU Berlin) konzipierte er eine Provenienzforschungsdatenbank. Seit Oktober 2020 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Digitales Netzwerk Sammlungen der Berlin University Alliance an Konzepten für die digitale Vernetzung und eine übergreifende Erschließung von Universitätssammlungen.

 


Schlagworte: Dissemination und Community Building in den DH / Wissensaustausch