„Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“ online

23 Bänden barrierefrei online zugänglich

04.12.2007 | Allgemein, Projektnews

Die zentrale Quellenedition zur politischen Geschichte der Weimarer Republik, zwischen 1968 und 1990 in 23 Bänden von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Bundesarchiv herausgegeben, ist seit heute barrierefrei kostenlos im Internet zugänglich.
Kabinettsprotokolle

Sitzungsprotokolle und zentrale Dokumente von Scheidemann bis Schleicher nun im Internet frei zugänglich.

Die zentrale Quellenedition zur politischen Geschichte der Weimarer Republik wurde zwischen 1968 und 1990 in 23 Bänden von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Bundesarchiv herausgegeben. Sie ist nach wie vor eine „Rückgrat-Serie“ (Hans Günter Hockerts) für Forschung und Lehre und seit heute barrierefrei kostenlos im Internet zugänglich.

Die Bände sind im Volltext durchsuchbar und innerhalb der Dokumente sowie mit einschlägigen fachhistorischen Angeboten im Netz umfangreich verlinkt. Dazu zählen das Register der Allgemeinen und Neuen Deutschen Biographie (ADB/NDB), Online-Findbücher und die Nachlassdatenbank des Bundesarchivs, die Reichstagsprotokolle, -drucksachen und -handbücher, das Reichsgesetzblatt und die Edition „Foreign Relations of the United States“. Zusätzlich wurden über 3500 Kurzbiographien erwähnter Personen erstellt und mit der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek abgeglichen und verknüpft. Ein besonderer Service ist die editionsübergreifende Suche über die Epochengrenze 1945 hinweg in den „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik" (1919-1933) und den „Kabinettsprotokollen der Bundesregierung" (1949-1962).

Die Retrodigitalisierung ist ein Kooperationsprojekt von Historischer Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Bundesarchiv. Partner für die Erfassung im Volltext und die Programmierung der übergreifenden Suche war das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das Projekt von 2005 bis 2007 gefördert.

Maximilian Lanzinner (Universität Bonn) und der wissenschaftliche Bearbeiter Matthias Reinert präsentierten die Online-Edition am 4. Dezember 2007 in der Universität Bonn.


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