Vortrag von Prof. Nick Montfort (MIT) in der Vorlesungsreihe „Praxis der Digital Humanities“

Literature and the Computational Arts

Nick Montfort, Portrait

Datum:

13.12.2021

Ort:

16:40 – 18:10 Uhr

digital via zoom

Hier finden Sie den Link zur Registrierung.

Dieser Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung (Un)creative Digital Writing an der Technischen Universität Dresden statt.

Kategorie(n):

Veranstaltung
Prof. Nick Montfor wird spricht in seinem Vortrag über eine Kategorie von Praktiken, die er Computerkunst nennt und die mit Softwarekunst und prozessintensiver digitaler Kunst verwandt ist. Computerkünstler verwenden den Computer als ihr Hauptmedium.

Die Vorlesungsreihe „Praxis der Digital Humanities“ findet im Rahmen des Masters 'Digital Humanities' statt. Sie ist für alle Interessierten auch aus anderen Studiengängen oder von außerhalb der Univeristät offen und wird als Videokonferenz mit Vortrag und Diskussionsmöglichkeit gestaltet sein.

Computergenerierte Poesie gibt es schon seit fast 70 Jahren. Ein wichtiger Unterschied besteht nun darin, dass viele von uns diese Arbeit in den Mittelpunkt ihrer Praxis stellen, anstatt gelegentlich damit zu experimentieren. Es ist typisch, die Praktiken der computergenerierten Literatur innerhalb der Kategorie der Poesie zu verorten und sich vorzustellen, dass sie am besten als eine Art von eingeschränktem oder konzeptionellem (vielleicht „unkreativem“) Schreiben zu verstehen ist. Prof. Nick Montfort hat eine andere Idee. In diesem Vortrag wird er eine andere Kategorie von Praktiken erörtern, die er Computerkunst nennt und die mit Softwarekunst und prozessintensiver digitaler Kunst verwandt ist. Computerkünstler verwenden den Computer als ihr Hauptmedium - normalerweise arbeiten sie mit dem Computer auf sehr flexible und allgemeine Weise, indem sie Computerprogramme schreiben. Montfort sieht nicht die literarischen Künste, sondern die Computerkünste (die visuelle, akustische, literarische und andere Arbeiten umfassen) als grundlegend für computergenerierte Poesie an.

Eine Besonderheit des diesjährigen Programms ist, dass ein Teil der Vorträge nicht nur digital, sondern gewissermaßen virtuell in das Programm der Reihe eingefügt werden. Diese Vorträge finden online in anderen Veranstaltungskontexten statt. Anstatt sie in unserem Programm zu wiederholen, dürfen wir bei den anderen Vortragsreihen zu Gast sein. Wir danken den Kolleg:innen in Berlin (Digital History, Prof. Dr. Torsten Hiltmann) und Dresden (Angewandte Linguistik, Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker) für die Kooperationsbereitschaft.