Einblicke in die Digital Humanities Summer School 2025 der FAU Erlangen-Nürnberg

unter dem Motto „Data, Gender and Society”

06.11.2025 | Allgemein, Wissenschaftlicher Austausch

Manon Rupp und Rebecca Robinson, wissenschaftliche Hilfskräfte am TCDH, berichten von ihrer Teilnahme an der „Digital Humanities Summer School 2025: Data, Gender and Society” der FAU Erlangen-Nürnberg. Sie geben Einblicke in die Tools, die sie kennen gelernt haben, in das Rahmenprogramm der Summer School und erzählen von ihren persönlichen Eindrücken.
Digital Humanities Summer School 2025 der FAU Erlangen-Nürnberg

Copyright Ismail Barakat 

Vom 22. bis 26. September 2025 hatten wir die Gelegenheit an der „Digital Humanities Summer School 2025: Data, Gender and Society” der FAU Erlangen-Nürnberg teilzunehmen. Eine Woche lang durften wir uns mit Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern austauschen. In den Workshops und Vorträgen lernten wir einerseits die Arbeitsweisen und Methoden der Lehrenden und Gäste kennen. Andererseits hatten alle die Möglichkeit, in Form von Präsentationen die eigene Forschung vorzustellen und Feedback einzuholen.

Fotos: Copyright Ismail Barakat

Wir arbeiteten unter anderem mit dem Tool „Visone“ zur Netzwerkanalyse, erstellten unter Anleitung erstmals einen Visual Abstract, führten mit FlexiConc in CLiC Konkordanzanalysen durch und modellierten nach dem Besuch des Germanischen Nationalmuseums die dort gesehenen Artefakte in Wikidata. Das Kursprogramm war so gestaltet, dass grundlegende Konzepte einsteigerfreundlich vermittelt wurden, während die weiterführenden Diskussionen und Praxisübungen auch für Fortgeschrittene anregend waren.

Fotos: Copyright Ismail Barakat

Neben dem intensiven Kursprogramm gab es ein Rahmenprogramm mit einem Stadtrundgang, dem Besuch des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg und gemeinsamen Kaffeepausen. Besonders bereichernd waren auch die informellen Begegnungen am Abend im Restaurant oder einer Bar. Der Austausch mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Ländern war inspirierend und erweiterte den Blick auf das eigene Forschungsgebiet.

Fotos: Copyright Ismail Barakat

Insgesamt war die Summer School eine sehr bereichernde Erfahrung – fachlich wie persönlich. Wir können die Teilnahme allen empfehlen, die Lust haben, ihr Wissen zu vertiefen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Persönliche Eindrücke

Rebecca Robinson:

„Am meisten begeistert hat mich der inspirierende Austausch zwischen Teilnehmenden und Fakultät – so viele unterschiedliche Perspektiven, von der Analyse von Feminismus auf Twitter, der Manosphere Entwicklung online oder fiktiver Wassernot und wie man damit reale Probleme lösen könnte. Diese Vielfalt hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Der Satz aus der Opening Speech – ‘Go outside in the world with your projects, make it matter.’ – fasst das perfekt zusammen und hat mir die Bedeutung der DH noch einmal deutlich gemacht. Ich hoffe, viele bei künftigen Tagungen wiederzusehen.”

Manon Rupp:

„Für mich bleibt besonders die Stimmung in Erinnerung - professionell aber locker, gleichzeitig ernst und mit Humor. Ich finde die Digital Humanities leben von dem Austausch mit anderen Fachbereichen / Perspektiven, dafür lohnt sich eine Summer School besonders. Die Präsentationen der Teilnehmenden haben mir noch einmal gezeigt, wie wir fächerübergreifend voneinander lernen und Inspiration aus der Arbeit der anderen gewinnen können. Beeindruckt hat mich speziell die Dissertation von Selenia Anastasi: Misogyny beyond borders: A Cross-Linguistic Corpus Assisted Analysis of Transnational Incel Communities.


Tags: Dissemination und Community Building in den DH / Wissensaustausch, Wissenschaftliche Nachwuchsförderung (Graduierten- und Stipendienprogramme)